Warum Pflegeetiketten Kleidung kaputt machen\n\nDie meisten Beschädigungen an Kleidung passieren nicht, weil der Stoff „schlecht“ ist. Sie passieren, wenn du für ein Teil etwas Vernünftiges tust, aber für diese spezifische Mischung, Färbung oder Ausrüstung falsch. Pflegeetiketten sollen das verhindern, versagen im Alltag aber oft, weil sie schwer zu lesen, leicht zu vergessen und schwer in die tatsächlichen Tasten an Waschmaschine und Trockner zu übersetzen sind.\n\nFalsches Vertrauen spielt eine große Rolle. Du erinnerst dich, dass ein Pullover „schonend“ ist, und behandelst deshalb alle Pullover gleich. Oder du nimmst an, „Kaltwäsche“ sei sicher, dann macht die Hitze im Trockner den eigentlichen Schaden. Schrumpfen, Ausbleichen und seltsame Texturveränderungen entstehen meist durch einen falschen Schritt, nicht durch deine gesamte Routine.\n\nDie meisten Leute raten in ein paar vorhersehbaren Momenten: sie sortieren schnell nach Farbe (nicht nach Stoff und Ausrüstung), wählen einen Zyklus nach Zeit (Schnellwäsche) statt nach Bewegung (wie stark die Trommel arbeitet), nehmen für alles dieselbe Menge Waschmittel oder werfen „fast trockene“ Teile in einen heißen Trockner, um Zeit zu sparen. Ein weiterer häufiger Fehler ist, Flecken mit heißem Wasser zu behandeln, ohne zu prüfen, ob Hitze den Fleck einbrennt.\n\nEtiketten kämpfen auch gegen die Art, wie Wäsche tatsächlich gemacht wird. In vollen Haushalten hat die Person, die wäscht, das Teil oft nicht gekauft. Selbst wenn das Etikett da ist, ist es winzig, kryptisch oder schon abgenutzt.\n\nGoogeln hilft, aber nur für das Symbol, das du gerade ansiehst. Es merkt sich nicht, dass deine schwarze Jeans färbt, dass deine Sportshirts auf normalen Programmen aufrauen, oder dass Leinen stark knittert, wenn man es nicht sofort herausnimmt. Ein persönlicher Spickzettel löst das Wiederholungsproblem: einmal entschlüsselt, speicherst du deine „das funktioniert“‑Einstellungen und machst denselben Fehler nächsten Monat nicht wieder.\n\nDas ist besonders nützlich für gemeinsame Waschräume, vielbeschäftigte Familien und alle mit empfindlichen oder speziellen Teilen (Wolle, Seide, maßgeschneiderte Stücke, elastische Mischungen). Eine gespeicherte Notiz wie „nur lufttrocknen“ kann den Unterschied ausmachen zwischen einem Lieblingsoberteil, das zwei Jahre hält, oder zwei Wäschen.\n\n## Was die Symbole tatsächlich aussagen (in Klartext)\n\nEin Pflegeetikett versucht, eine einfache Sache zu sagen: wie dieses Teil gereinigt werden kann, ohne Größe, Farbe, Form oder Haptik zu verändern. Das Problem ist, dass es das in winzigen Symbolen sagt — und die Symbole geben Grenzen an, keine Garantien.\n\nDie meisten Etiketten bestehen aus fünf Symbolgruppen:\n\n- Waschen: Wassertemperatur und wie grob die Waschbewegung sein darf (normal, schonend, Handwäsche)\n- Bleichmittel: ob Bleichmittel erlaubt ist und wenn ja, welche Art\n- Trocknen: Trommeltrocknen oder Lufttrocknen, plus Temperaturstufe\n- Bügeln: Bügeltemperatur und ob Dampf erlaubt ist\n- Chemische Reinigung: ob eine lösemittelbasierte Reinigung empfohlen wird und wie intensiv der Prozess sein darf\n\nSelbst wenn du die Symbole verstehst, kann dasselbe Symbol zu unterschiedlichen Ergebnissen zu Hause führen. Etiketten kennen nicht deinen Maschinentyp, wie voll du lädst, wie hart dein Wasser ist oder ob dein Trockner zu heiß läuft. Ein Symbol für „niedrige Hitze“ beim Trommeltrocknen ist in einem Trockner sicher und kann in einem anderen trotzdem ein Oberteil einlaufen lassen, wenn der Zyklus lange läuft oder der Flusensieb verstopft ist.\n\nDer Stoff bestimmt, wie nachsichtig ein Teil ist. Baumwolle verträgt oft mehr Hitze als Wolle, kann aber trotzdem einlaufen, wenn sie nicht vorbehandelt wurde. Synthetische Stoffe wie Polyester sind schrumpffest, können aber Gerüche halten und schmelzen oder glänzend werden, wenn man zu heiß bügelt.\n\nDie Verarbeitung ist ebenso wichtig wie der Stoff. Ein locker gestrickter Pullover, ein strukturierter Blazer und Leggings können alle „Kaltwäsche“ sein und sich trotzdem sehr unterschiedlich verhalten. Nähte können sich verdrehen, Futter kann sich kräuseln, Gummi kann schwächer werden und Drucke können reißen, wenn du den falschen Zyklus wählst.\n\nEin kurzes Beispiel: Zwei Oberteile sagen beide „kalt waschen, schonend, niedrige Trommeltrocknung“. Ein dicker Baumwoll‑Sweatshirt kommt vielleicht jedes Mal gut raus. Eine Viskose‑Mischbluse kann aber ihre Form verlieren, wenn sie nass in der Trommel liegt oder du eine starke Schleuder wählst. Das Etikett ist der Ausgangspunkt. Deine realen Einstellungen und Gewohnheiten entscheiden das Ergebnis.\n\n## Wie du ein Etikett in Maschinen‑Einstellungen übersetzt\n\nEin Pflegeetikett sieht aus wie ein kleines Puzzle, aber du kannst es jedes Mal gleich lesen. Denk von links nach rechts: Waschen, Bleichmittel, Trocknen, Bügeln und manchmal chemische Reinigung. Wenn du weißt, welches Symbol du ansiehst, kannst du es in echte Tasten an deiner Maschine übersetzen.\n\nEin schneller Blick, der sogar in der Waschküche funktioniert:\n\n- Bottich (Waschen): Wassertemperatur und wie grob die Waschbewegung sein darf\n- Dreieck (Bleichmittel): ob Bleichmittel erlaubt ist\n- Quadrat (Trocknen): Trommeltrocknen vs. Lufttrocknen, plus Temperatur\n- Bügeleisen (Bügeln): erlaubte Hitze und ob Dampf geht\n- Kreis (Chemische Reinigung): für Teile, die besser zur Reinigung gehören\n\nVon dort sind die Hauptentscheidungen: Wassertemperatur, Programmtyp und Schleuderdrehzahl.\n\nWassertemperatur betrifft hauptsächlich Farbe und Faser. Kalt ist sicherer für dunkle Farben und empfindliche Teile. Warm hilft bei Ölen und alltäglichem Schmutz. Heiß ist am stärksten, kann aber bei manchen Stoffen schrumpfen und Farbstoffe schneller ausbleichen.\n\nDas Programm betrifft die Agitation. Wenn das Etikett „schonend“ andeutet (oft als eine Linie unter dem Bottich dargestellt), wähle Delicates oder Gentle. Ist es ein robustes Baumwoll‑T‑Shirt ohne Warnhinweise, ist Normal meist in Ordnung. Für Handtücher und Bettwäsche kann Heavy Duty sinnvoll sein, aber nur wenn der Stoff dafür gemacht ist.\n\nDie Schleuderstufe ist wichtiger, als viele denken. Starkes Schleudern entfernt mehr Wasser, kann aber knittrig machen und Strickwaren belasten. Wenn etwas leicht ausleiert (Pullover, Sportstrick), wähle eine niedrigere Schleuderstufe, selbst bei Kaltwäsche.\n\nFolge dem Etikett besonders bei Wolle, Seide, gefütterten Teilen, Stretchstoffen und teuren oder sentimentalen Stücken. Mit robusten Baumwoll‑Basics und Handtüchern kannst du flexibler sein, solange du dunkle Teile von heißem Wasser fernhältst und hohe Trocknerhitze vermeidest.\n\nBeim Trocknen passiert der meiste Schaden. Wenn das Etikett unklar ist, gehe erst von niedriger Hitze aus. Eine praktische Regel: ist ein Teil einmal eingelaufen, überspring den Trockner beim nächsten Mal. Bei Pilling oder faserigem Aussehen reduziere Hitze und Zeit und ziehe Lufttrocknen in Betracht.\n\nBeispiel: Ein Etikett „kalt waschen, schonend, nicht tumble dry“ wird zu: kaltes Wasser, Delicates, niedrige Schleuderung und liegend oder auf einem Gestell trocknen. Genau diese Übersetzung ist es wert, gespeichert zu werden, damit du nächste Woche nicht dieselben Symbole erneut entschlüsselst.\n\n## Was eine Spickzettel‑App für dich speichern sollte\n\nEine nützliche Wäsche‑Spickzettel‑App ist nicht nur ein Symbol‑Übersetzer. Sie merkt sich, was du für genau dieses Teil entschieden hast, damit du beim nächsten Mal dasselbe Ergebnis wiederholst, ohne nachzudenken.\n\nBeginne mit einer einfachen „Garment‑Card“ für jedes Teil. Ziel ist, es schnell zu identifizieren, selbst wenn es verkehrt herum im Korb liegt. Ein kurzer Name hilft („Schwarzes Arbeits‑Tee“, „Creme Wollpullover“), aber die Details verhindern Fehler.\n\nWas sich für jedes Kleidungsstück zu speichern lohnt:\n\n- Basisinfos: Teiltyp, Größe und wie es sitzen sollte (eng, locker, oversized)\n- Stoffnotizen, denen du vertraust: „dünne Baumwolle“, „juckende Wollmischung“, „elastischer Strick"\n- Farbinfo: dunkel, knallig, weiß oder „färbt“, falls du schon Farbaustritte gesehen hast\n- Etikettreferenz: kurzes Foto des Etiketts oder eine getippte Zusammenfassung\n- Wo es lebt: „Sportfach“, „Arbeitsschrank“ oder „Kinderuniform“ für schnelleres Sortieren\n\nSpeichere dann die Einstellungen, die du tatsächlich nutzt. Etiketten sind oft vage und das echte Leben chaotisch, daher sollte die App deine Wahl speichern, nicht nur das vom Hersteller empfohlene Ideal.\n\nHalte die Einstellungen in einfachen Worten, die zu deinen Maschinen passen:\n\n- Waschen: Temperatur, Programm (normal, delicate, wool, quick) und Schleuderlevel\n- Trocknen: aufhängen, Trommel niedrig, keine Hitze, flach trocknen oder „10 Minuten Trockner, dann aufhängen"\n- Bügeln/Dampf: erlaubt oder nicht, plus die Hitze, die du nutzt\n\nOptionale Notizen machen es persönlich und wirklich hilfreich. „Kaltwäsche hat leicht geschrumpft, nur Lufttrocknen.“ „Nach hoher Schleuderung aufgeraut, delicate verwenden.“ Selbst eine einfache Flecken‑Historie spart später Zeit: „Ölfleck am Ärmel, Handseife hat geholfen“ oder „Tinte ging nie ganz raus."\n\nStell dir ein reales Szenario vor: Du kaufst ein strukturiertes Stricktop, das leicht pillt. Nach einer schlechten Wäsche stellst du es auf kalt, delicate, niedrige Schleuder und Lufttrocknen und schreibst „keine Handtücher in derselben Ladung“. Nächsten Monat musst du dir nichts davon merken, du suchst einfach das Teil und befolgst die gespeicherten Einstellungen.\n\nWenn du die App baust, halte das Datenmodell einfach. Diese Felder lassen sich leicht auf ein Basisformular und eine durchsuchbare Liste abbilden — genau das, was du am Waschtag brauchst.\n\n## Schritt für Schritt: ein neues Teil in unter 60 Sekunden speichern\n\nFang mit dem Etikett an, nicht mit deinem Gefühl. Die meisten Wäschefehler passieren, weil man „so halb weiß“, was ein Symbol bedeutet.\n\nGreif das Kleidungsstück und mach zwei schnelle Fotos: eines nah am Pflegeetikett (damit die Symbole lesbar sind) und eines vom Teil selbst (damit du es im Berg schnell erkennst). Gutes Licht ist wichtiger als Kamerafeatures.\n\nDann halte fest, was das Etikett sagt. Wenn deine App Symbolauswahl unterstützt, wähle die passenden Symbole. Wenn nicht, tippe die Basics in Klartext. Denk nicht zu lang über seltene Symbole nach. Du brauchst hauptsächlich Wasch-, Trocken‑ und Bügelregeln.\n\nWähle jetzt die Einstellungen, die du wirklich nutzen wirst. Etiketten geben meist ein Limit an (z. B. „max 30°C“), aber du musst trotzdem ein Programm und eine Trocknungsmethode wählen, die zu deinen Maschinen passen. Speichere deine Defaults, damit du dich nächste Woche nicht wieder entscheiden musst.\n\nSchreibe „nicht machen“‑Notizen so, als würdest du dein zukünftiges Ich warnen. Das sind die Regeln, die Leute brechen, wenn sie müde oder in Eile sind.\n\nEin schneller Ablauf, der auf einen Bildschirm passt:\n\n- Fotos hinzufügen (Etikett + Kleidungsstück)\n- Waschlimit bestätigen (Temperatur + Programm)\n- Trocknungsart wählen (Trommel, Leine, flach) und Hitzelevel festlegen\n- 1–2 Warnungen hinzufügen\n- Speichern\n\nBevor du speicherst, gib eine erkennbare Kurzbezeichnung ein, z. B. „Schwarzes Arbeits‑Tee“ oder „Wollpullover – grau“. Optional kannst du ein Feld „Ladungstyp“ hinzufügen (Weiß, Dunkel, Delicates), damit Gruppieren später leichter wird.\n\nDie Belohnung ist einfach: Beim nächsten Mal suchst du das Teil, tippst die gespeicherten Einstellungen an und bist fertig.\n\n## Häufige Fehler, die Schrumpfen, Ausbleichen und Pilling verursachen\n\nDie meisten Wäschekatastrophen entstehen nicht durch einen großen Fehler, sondern wenn kleine „geht schon“-Entscheidungen sich aufsummieren: falsches Programm, etwas zu viel Hitze und das Vermischen ungeeigneter Teile.\n\n### Die üblichen Übeltäter\n\nEinige Gewohnheiten verursachen die meisten Probleme wie Schrumpfen, Ausbleichen und Pilling:\n\n- Für alles ein Standardprogramm nutzen. Handtücher und elastische Shirts brauchen nicht dieselbe Agitation. Starke Programme rauen Fasern auf und beschleunigen Pilling.\n- Annehmen, dass immer Kaltwasser sicher ist. Kalt schützt Farbe, aber ölige Flecken und Deo‑Rückstände brauchen oft wärmeres Wasser oder längere Zeit. Wenn Flecken bleiben, reibt man stärker oder wäscht nach — das setzt den Stoff schneller runter.\n- Ein Übertrocknen „noch eine Runde“ zulassen. Diese Extra‑Trocknung schrumpft Bündchen, verformt Gummi und backt Falten ein. Hitze schadet dunklen Teilen auch und lässt sie matt aussehen.\n- Neue dunkle Teile nicht separat waschen. Neue Jeans und schwarze Shirts können ausbluten. Eine einzige Wäsche kann hellere Teile grau aussehen lassen.\n- Mischungen und Strick wie einfache Baumwolle behandeln. Polyester‑Mischungen halten Öle und Gerüche, Strick kann sich bei starker Trommelung dehnen und pillen, und Wollmischungen schrumpfen bei Hitze plus Agitation.\n\nEine typische Kette sieht so aus: Du wäschst einen neuen dunklen Hoodie mit hellen Sportshirts, Kaltwäsche entfernt Deo nicht vollständig, du wäschst nochmal, dann trocknest du zu lange, um fertig zu werden. Ergebnis: ausgebleichte Sportshirts, ein staubig wirkender Hoodie und eine aufgeraute Oberfläche durch zusätzliche Reibung.\n\n### Einfache Tricks, die meisten Schäden verhindern\n\nZiel ist nicht perfekte Wäsche, sondern weniger Wiederholungen und weniger Hitze.\n\nWähle das Programm nach Stoffstruktur, nicht nur nach Farbe. Nutze die niedrigste Trocknerhitze, die die Ladung vollständig trocknet. Wenn mehr Zeit nötig ist, verlängere erst die Zeit, bevor du die Hitze erhöhst. Trenne neue dunkle Teile für die ersten Wäschen. Passe die Wassertemperatur an das Problem an (Kalt für Farbe, warm zum Entfernen von Ölen, wenn das Etikett es erlaubt). Und wenn du Einstellungen findest, die funktionieren, speichere sie, damit du bei Lieblingsstücken nicht mehr herumprobierst.\n\n## So wird die App am Waschtag nützlich (nicht nur Datenbank)\n\nEin Spickzettel hilft nur, wenn er dir schnell eine Antwort liefert, während du vor der Maschine stehst. Das heißt: weniger Tippen, klare Gruppierungen und Erinnerungen, die den klassischen Fehler verhindern: „Ich hab vergessen, dass das nur lufttrocknen darf.“\n\nDie Suche sollte so funktionieren, wie Leute denken, nicht wie Dinge gespeichert sind. Die meisten suchen nicht nach Faserinhalt, sondern nach Situation: Arbeitshemden, Sportwäsche, Delicates, Kinderkleidung. Eine Kategorieauswahl plus Suchleiste reicht oft.\n\nGruppierungen sind das nächste Upgrade, weil sie dem realen Ablauf zu Hause entsprechen. Viele Haushalte teilen Wäsche nach Person, Korb oder Raum. Wenn die App „Sams Korb“ oder „Baby‑Wäsche“ anzeigen kann, wird sie zu einem Werkzeug, das du mitten in der Arbeit öffnest, nicht zu einer Bibliothek, die du einmal besuchst.\n\nEinige Funktionen, die wirklich helfen:\n\n- Filter nach Kategorie und Haushaltsmitglied\n- Deutliche „nur aufhängen“‑Markierung\n- Saisonlisten für Mäntel und Pullover mit Extra‑Regeln\n- Eine kurze Notiz pro Teil mit deiner Erfahrung (z. B. „wird rau, wenn auf hoher Hitze getrocknet")\n\nSaisonlisten sind wichtig, weil „besondere Pflege“‑Teile monatelang verschwinden und dann zurückkommen, wenn du die Regeln vergessen hast.\n\nHang‑Dry‑Tracking sollte laut und einfach sein. Am Waschtag willst du eine Ansicht, die beantwortet: „Welche Teile dürfen nicht in den Trockner?“ Viele behandeln diese Teile als eigene Mini‑Ladung, selbst wenn sie mit ähnlichen Farben zusammen gewaschen wurden.\n\nHalte Notizen bewusst kurz. Ein Satz reicht und er sollte praktisch sein, nicht technisch: „Auf links waschen, damit Farben nicht so schnell verblassen" oder „Reißverschluss schließen, sonst verhakt es sich."\n\n## Kurze Checkliste bevor du Start drückst\n\nWäschefehler passieren oft in den letzten zehn Sekunden: alles rein, Standardprogramm, hoffen. Ein kurzer Check an der Waschmaschine und vor dem Trockner rettet mehr Teile als jedes teure Waschmittel.\n\nFang mit der Regel an, die am schwersten rückgängig zu machen ist — meist das Trocknen. Hitze und Trommeln können Schrumpfen einbrennen, Flecken festsetzen und Fasern schnell aufrauen. Wenn das Etikett fehlt oder unklar ist, behandle das Teil wie hitzeempfindlich.\n\nEine schnelle Checkliste bei offener Tür:\n\n- Entscheide zuerst den Trockenplan: niedrige Hitze, Lufttrocknen oder kein Trommeln, wenn das Teil empfindlich oder dehnbar ist.\n- Bestätige die heißeste noch sichere Wassertemperatur, dann wähle ein sanfteres Programm bei Strick oder fließenden Stoffen.\n- Halte brandneue dunkle Teile von hellen Stoffen fern, bis du sicher bist, dass sie nicht abfärben.\n- Bei Unsicherheit: kühleres Wasser und niedrigere Schleuderstufe wählen. Nachwaschen geht, Einlaufen nicht.\n\nEine einfache Gewohnheit: Wenn dich ein Etikett unsicher macht, pause kurz und übersetze es in Aktionen für deine Maschine. Statt „schonend“ nur vage zu merken, speichere: kalt waschen, delicates, niedrige Schleuderung, flach trocknen.\n\nWenn du dir eins merkst: reduziere zuerst die Hitze. Kaltwäsche und niedrige Trocknereinstellungen sind die einfachste Methode, Schrumpfen, Ausbleichen und Pilling zu vermeiden.\n\n## Ein realistisches Beispiel: drei knifflige Teile speichern\n\nDu kippst einen Korb auf das Bett und siehst die übliche Mischung: ein neuer Pullover, ein Hemd und Leggings. Genau hier zählen gespeicherte Einstellungen, weil du die winzigen Symbole nicht noch beim feuchten Ärmel interpretieren musst.\n\nSo speicherst du sie beim ersten Mal (Etikettfoto plus deine bevorzugten Einstellungen):\n\n- Neuer Pullover (Wollmischung): kalt waschen, schonender Zyklus, mildes Waschmittel, liegend trocknen, nie in den Trockner\n- Hemden (Baumwolle): warm waschen, normales Programm, niedrige Schleuderung, Trommel niedrig oder aufhängen, kurz bügeln\n- Leggings (Stretch): kalt waschen, schonender Zyklus, im Wäschesack waschen, keine Hitze, aufhängen\n\nDie Wäsche läuft glatter, weil die App „nicht in den Trockner“ in eine klare, wiederholbare Regel übersetzt.\n\nJetzt das nervige Detail: Das Etikett am Pullover juckt, also schneidest du es ab. Bevor du das tust, speichere das Etikettfoto und eine Notiz wie „Etikett entfernt, immer flach trocknen.“ Wenn das Etikett schon fehlt, kannst du trotzdem eine fundierte Vermutung speichern: Material (aus Produktseite oder Quittung), was du bisher probiert hast und einen konservativen Default (kalt + schonend + keine Hitze).\n\nNach einer erfolgreichen Wäsche aktualisierst du den Eintrag. Vielleicht glättet sich das Hemd weniger, wenn du es leicht feucht aufhängst. Markiere „hat geholfen“ und ändere den Trocknerhinweis zu „5 Minuten niedrig, dann aufhängen."\n\nWenn jemand anders im Haushalt wäscht, sind geteilte Notizen hilfreich. Sie müssen die Symbole nicht kennen — sie wählen einfach „Pullover“, sehen „flach trocknen“ und vermeiden die eine Option, die es ruinieren würde.\n\n## Nächste Schritte: die Idee in eine einfache App verwandeln\n\nWähle eine minimale Version, die du wirklich fertigstellen kannst. Dauert es länger als ein Wochenende Freizeit (oder ein paar konzentrierte Abende), ist es wahrscheinlich zu groß.\n\nEin solides MVP sind nur drei Dinge: ein Item hinzufügen, die Einstellungen speichern, und es später schnell finden. Der Rest kann warten, bis du bewiesen hast, dass du die App am Waschtag wirklich nutzt.\n\nEin kleines MVP‑Scope, das nützlich bleibt:\n\n- Item hinzufügen: Name + Foto + (optional) Stoffnotizen\n- Einstellungen speichern: Waschtemp, Programm, Schleuder, Trocknungsmethode und „niemals“-Warnungen\n- Suche: nach Name (später nach Kategorien wie „Wolle“ oder „Sportwäsche")\n\nEntscheide, wo die App leben soll. Wenn du sie neben der Maschine brauchst, gewinnt Phone‑First meist. Wenn du außerdem schneller tippen, Familienlisten verwalten oder viele Einträge bearbeiten willst, ergänze später eine einfache Web‑Ansicht.\n\n### Praktischer Build‑Pfad\n\nWenn du eine Codebasis für iOS und Android willst, ist Flutter ein häufiger Startpunkt. Halte das Datenmodell winzig: Item, Settings und ein paar Tags. Starte mit lokalem Speicher, damit du schnell liefern kannst, und füge Anmeldung und Cloud‑Backup erst hinzu, wenn die App ihren Wert bewiesen hat.\n\nEine typische Abfolge:\n\n1. Flutter‑App mit lokalem Speicher und Kamera‑Upload\n2. Favoriten und Schnellsuche\n3. Backups und Haushaltsfreigabe\n4. Einfache Web‑Konsole zum Bearbeiten vieler Einträge\n\nWenn du schnell prototypen willst, kann Koder.ai (koder.ai) dir helfen, die Bildschirme und das Datenmodell aus einem Chat‑Prompt zu erzeugen und dann den Quellcode zu exportieren, wenn du bereit bist, weiter anzupassen. Es ist ein praktischer Weg, den „Item hinzufügen“‑Flow richtig zu machen, bevor du Zeit in Extras steckst.\n\n### Plane die nächste Iteration (erst nach dem MVP)\n\nWenn die Grundlagen flüssig laufen, lohnen sich meist Erinnerungen (z. B. „flach trocknen“), geteilte Haushaltslisten (damit niemand rät) und Backups (damit ein neues Telefon deine Arbeit nicht löscht). Halte jede neue Funktion an einem echten Wäscheproblem fest — nicht an einem netten Extra, das du vielleicht nie öffnest.